02.09.2013 – Syrien

„Eine Beteiligung Deutschlands an einem Militärschlag in Syrien lehne ich ab. Ich finde es unmöglich, das der US-Präsident Obama an einen “Militärschlag“ denkt, obwohl es noch nicht mal ein völkerrechtliches Mandat gibt. Unrecht mit Unrecht zu bekämpfen ist ein ethisch schlechter Ansatz. Ich setze mich als Pirat für eine zivile Konfliktlösung ein und unterstütze vor allem das Konzept von unbewaffneter, ziviler Krisenprävention.

Ich verurteile den Einsatz von Chemiewaffen auf das schärfste. Allerdings lösen wir das Problem nicht schneller in dem wir jetzt militärisch gegen Syrien vorgehen. Der Bevölkerung Syriens hilft ein Militärschlag am aller wenigsten. Diplomatische Bemühungen müssen an erster Stelle stehen. Die UN-Inspektoren müssen in der Lage sein, den Einsatz der Chemiewaffen umfassend untersuchen zu können.
In meinen Augen ist auch über einen Austritt Deutschlands aus der NATO nachzudenken.

Des Weiteren sollte Deutschland jetzt verstärkt Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen. Einige der syrischen Flüchtlinge brauchen dringend ärztlichen und psychologischen Beistand.“